Estriche aller Art

Zementestrich

Zementestriche sind Mörtelschichten mit Zement als Bindemittel, die als Fußboden auf einem tragfähigen Untergrund oder auf zwischenliegenden Trenn- oder Dämmschichten aufgebracht werden. Sie sind nach dem Erhärten mit und ohne Belag nutzbar und zeichnen sich durch ihre hohe Festigkeit, einen sehr hohen Verschleißwiderstand und gute Griffigkeit aus. Sie vertragen sowohl hohe als auch tiefe Temperaturen und sind unempfindlich gegen Feuchtigkeit.

Calsiumsulfatestrich

Calciumsulfatestriche sind spannungsarm, formbeständig, rissefrei und haben ein sehr geringes Schwindmaß. Mit ihnen lassen sich große Flächen fugenlos herstellen, er benötigt keine Bewehrung, verfügt über hohe Frühfestigkeiten und beim Einbau einer Fußbodenheizung ist diese bereits nach sieben Tagen heizbar

Heizestrich

Als Heizestrich wird ein schwimmender Estrich bezeichnet, der entweder in oder unterhalb der Lastverteilungsschicht mit Heizelementen für die Raumheizung versehen ist. Je nach Lage der Heizelemente werden Heizestriche in die drei Bauarten A, B und C unterteilt:
 

  • Bauart A für nass verlegte Systeme
    Das Heizelement ist im Estrich eingebettet. Mit gut wärmeleitenden Estrichen sind bei dieser Bauart günstige Wärmeabgabewerte zu erreichen.

     
  • Bauart B für trocken verlegte Systeme
    Das Heizelement liegt unter dem Estrich in bzw. auf der Dämmschicht. Wichtig ist eine geeignete Wärmeabgabe zum Beispiel durch Leitbleche an den Estrich. Bei dieser Bauart sind Bewegungsfugen einfach herzustellen, da sie an keiner Stelle auf Heizelemente treffen. Das System kann mit einem Fertigteilestrich kombiniert werden.

     
  • Bauart C für nass verlegte Systeme
    Das Heizelement liegt in einem Ausgleichestrich, der durch eine zweilagige Trennschicht vom lastverteilenden Estrich getrennt ist. Die Dicke des Ausgleichestrichs muss mindestens 20 mm größer sein als der Durchmesser der Heizelemente. Die Estrichnenndicken oberhalb der Trennschicht richten sich nach den Anforderungen für unbeheizt schwimmende Estriche nach DIN 18560-2 Estriche im Bauwesen - Teil 2: Estriche und Heizestriche auf Dämmschichten (schwimmende Estriche). Die Fugen können frei verlaufen.

Ausgleichs -Estrich

Als Ausgleichsestrich wird ein Estrich bezeichnet, der Höhenunterschiede und Verfüllungen auf der Rohdecke, die z. B. durch Kabel- oder Rohrleitungen bedingt sind und notwendig erscheinen, ausgleicht. Dabei umschließt er die Leitungen vollständig und bildet eine plane Oberfläche. Der Ausgleichsestrich stellt somit eine fest mit dem Untergrund (z. B. aus Beton) verbundene, tragende Unterschicht für den weiter folgenden Bodenaufbau dar. Auf dem Ausgleichestrich werden dann z. B. schwimmender Estrich oder Heizestrich als weitere Schichten verlegt.

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